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Genauigkeit in Abhängigkeit vom Endwert
Die Messgenauigkeit von Temperaturmessumformer ist vom jeweilig ausgewählten Messbereich bzw. der Messspanne (kleinster Messwert -> grösster Messwert) abhängig. Diese Spanne wird als Endwert bezeichnet und als Einheit in Kelvin (K) angegeben.
Beispiel Endwert:
Messbereich: 0 bis +100°C => Endwert: 100K
Messbereich: +50 bis +100°C => Endwert: 50K
Messbereich: -30 bis +70°C => Endwert: 100K
In den technischen Daten wird die Genauigkeit wie folgt beschrieben: ±0,2K + max. ±3%EW
Dies bedeutet, dass der Messfehler bei ±0,2K liegt, welcher sich im ungünstigsten Fall um max. ±3% vom Endwert erhöht.
Berechnung der Genauigkeit
Messbereich: -50 bis +150°C (=> Endwert 200K)Genauigkeit: ±0,2K + max. ±3%EW
Berechnung: (±0,2K) + (±3% von 200K = 6K) = ±6,2K
Der maximale Messfehler liegt somit bei einer Messspanne von 200K im ungünstigsten Fall bei ±6,2K.
Genauigkeit in der Praxis
Da man in der Praxis immer vom ungünstigsten Fall (worst case) ausgeht, bedeutet dies nicht automatisch, dass der Messfehler so hoch ist.Testmessung 1:
Bei Testmessungen von Kabeltemperatur-Messumformer mit Pt100 1/3 DIN Sensor, 4-Leiteranschluss und 10 m Leitung ergaben sich Genauigkeiten von < ±4K bei einer Messspanne (Endwert) von 250K.
Testmessung 2:
Bei Testmessungen von Aussentemperatur-Messumformer mit Hülse, Pt100 1/3 DIN Sensor, 4-Leiteranschluss und 80mm Leitung ergaben sich Genauigkeiten von < ±0,5K bei einer Messspanne (Endwert) von 50K.









